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Adipositas: Ein Überblick

Adipositas ist ein weltweites Gesundheitsproblem (Bild von Freepik).

Adipositas, umgangssprachlich auch Fettleibigkeit genannt, ist eine chronische Erkrankung. Sie ist durch übermäßige Ansammlung von Körperfett gekennzeichnet. Adipositas stellt weltweit ein wachsendes Gesundheitsproblem dar und wird mit zahlreichen schwerwiegenden Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten Krebsarten in Verbindung gebracht. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die Prävalenz von Adipositas seit 1975 fast verdreifacht.

Die sogenannte Fettleibigkeit entsteht in der Regel durch ein Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch. Zu den Hauptursachen zählen dabei ungesunde, hochkalorische Ernährung, Bewegungsmangel, psychologische Faktoren mit Einfluss auf Essgewohnheiten, hormonelle Störungen wie eine Unterfunktion der Schilddrüse und genetische Veranlagung.

Adipositas wird in der Regel anhand des Body-Mass-Index (BMI) diagnostiziert. Ein BMI von 30 oder mehr wird als adipös betrachtet, wobei eine reine Zuweisung durch den BMI zum Beispiel bei Bodybuildern nicht angewandt werden kann. Zusätzlich wird auch der Taillenumfang gemessen, um das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser einschätzen zu können. Weitere Diagnosetools umfassen Bluttests, um etwaige Stoffwechselstörungen zu identifizieren und Ernährungsprotokolle, um ungesunde Essgewohnheiten aufzudecken.

Eine Fettleibigkeit erhöht das Risiko für zahlreiche gesundheitliche Probleme, darunter Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Schlafapnoe, Gelenkbeschwerden und bestimmte Krebsarten. Darüber hinaus beeinträchtigt Adipositas häufig die Lebensqualität der Betroffenen. Körperliche Einschränkungen, soziale Stigmatisierung und psychische Belastungen sind einige Begleiterscheinungen, die den Alltag deutlich erschweren.

Die Behandlung von Adipositas erfordert meist einen allumfassenden Ansatz. Durch eine Ernährungsumstellung soll eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit reduzierter Kalorienaufnahme etabliert werden. Eine Beratung durch Ernährungsfachkräfte kann dabei hilfreich sein. Zusätzlich wird regelmäßige Bewegung zur Förderung des Kalorienverbrauchs in den Alltag integriert.

Auch Verhaltenstherapie kann bei der Änderung von Ess- und Bewegungsgewohnheiten unterstützten. Psychologische Betreuung kann zudem dabei helfen, emotionale Auslöser für ungesundes Essverhalten zu identifizieren und zu bewältigen. In schweren Fällen können Medikamente zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden, die den Appetit regulieren oder die Nahrungsaufnahme verringern. Bei extremer Adipositas kann eine Operation erwogen werden. Hierzu werden Verfahren wie ein Magenbypass oder ein Magenband gewählt, die die Nahrungsaufnahme drastisch einschränken.

Um die schwerwiegenden Folgen einzudämmen ist die Prävention von Adipositas die beste Behandlung. Präventionsmaßnahmen umfassen neben einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger körperliche Aktivität vor allem die Vermeidung von Risikofaktoren. Bildung und Aufklärung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, um die Bevölkerung über gesunde Lebensgewohnheiten zu informieren. Gesellschaftliche Maßnahmen, wie die Verbesserung von Zugang zu gesunden Lebensmitteln oder Bewegungsmöglichkeiten, sind ebenfalls entscheidend bei der Prävention.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular des Gesundheitsportals.

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