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Arbeitszeitmodelle und ihre Auswirkungen auf die Work-Life-Balance

Die verschiedenen Arbeitszeitmodelle bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile (Bild von fabrikasimf auf Freepik).

In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt spielen verschiedene Arbeitszeitmodelle eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden und die Gesundheit. Ob Homeoffice, flexible Arbeitszeiten oder Sabbaticals; Sie alle bieten Chancen, aber auch besondere Herausforderungen für die Work-Life-Balance. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte dieser Modelle und gibt Tipps, wie sie zu einem gesünderen und ausgeglicheneren Leben beitragen können.

Das Homeoffice hat vor allem während der Covid-19 Pandemie einen enormen Aufschwung erlebt. Was zunächst als Notlösung zur Bewältigung des Lockdowns begann, hat sich mittlerweile in vielen Unternehmen als festes Arbeitszeitmodell etabliert. Das resultiert auch aus den vorhandenen Vorteilen sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. So entfällt der Arbeitsweg, was täglich wertvolle Stunden einspart und an anderen Stellen für Familie, Hobbys oder Erholung eingesetzt werden kann. Arbeitnehmer können ihre Arbeitszeit in diesem Modell oft freier gestalten und persönliche Verpflichtungen besser integrieren. Das Arbeiten in vertrauter Umgebung steigert bei vielen zudem die Produktivität.

Die Herausforderungen zeigen sich in den unklaren Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben. Im Homeoffice gehen sie häufig ineinander über, was das Risiko von Überstunden und Erschöpfung erhöht. Der fehlende persönliche Kontakte zu Kollegen kann das Gefühl der Einsamkeit erhöhen. Zudem kann ein erhöhter Kommunikationsaufwand entstehen, da die digitale Kommunikation keinen direkten Austausch ersetzt und es schnell zu Missverständnissen kommen kann.

Flexible Arbeitszeitmodelle wie Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit geben den Beschäftigten die Möglichkeit, ihre Arbeitszeiten selbst zu bestimmen. Dadurch lassen sich Beruf und Privatleben besser aufeinander abstimmen, etwa um familiäre Verpflichtungen wahrzunehmen. In diesem Modell arbeiten Menschen besonders effizient, da sie ihre persönlichen Hochphasen gezielt nutzen können. Dahinter steht das Wissen, dass Menschen sich individuell zu unterschiedlichen Tageszeiten besser konzentrieren können und bewusst diese Zeiten als Arbeitszeit verwenden.

Die eigene Arbeitszeitgestaltung erfordert jedoch ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Zudem ist die Versuchung gegeben, ständig verfügbar zu sein, was langfristig zu Stress und Überlastung führen kann. In diesem Modell ist das Setzen von Prioritäten besonders wichtig, ebenso wie das Abweisen von zusätzlichen Aufgaben. Eine klare Kommunikation mit Vorgesetzten und Kollegen über die Erreichbarkeit und den Arbeitsumfang ist in Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit die Basis für eine gesunde Work-Life-Balance.

Ein Sabbatical ist nicht direkt als ein Arbeitszeitmodell zu nennen, bietet aber eine attraktive Möglichkeit, eine längere berufliche Auszeit zu nehmen. Dabei wird für einen festgesetzten Zeitraum ein Teil des Lohnes einbehalten, der schließlich als Sonderurlaub verwendet werden kann. So kann neue Energie getankt, persönliche Projekte umgesetzt oder eine Weiterbildung angestrebt werden. Dieses Modell bietet vor allem mentale Erholung. Der längere Abstand vom Berufsalltag fördert die Regeneration und beugt Burnout vor.

In dieser Zeit können zudem Reisen, Fortbildungen oder ehrenamtliches Engagement erweitert werden, was den eigenen Horizont erweitert und die Zufriedenheit steigert. Die Möglichkeit, sich ohne Einschränkung oder Ablenkung auf persönliche Interessen zu konzentrieren, kann sich sehr positiv auf das eigene Wohlbefinden auswirken. Ein Sabbatical erfordert jedoch eine sorgfältige finanzielle Vorbereitung, insbesondere wenn es unbezahlt ist. Auch die Rückkehr in den Beruf kann nach einer längeren Pause schwierig sein.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular des Gesundheitsportals.

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