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Burnout: Ursachen, Symptome und Prävention

Ein Burnout kann häufig mit der Angst vom Scheitern einhergehen (Bild von Freepik).

Der Begriff Burnout ist immer wieder im Gespräch, wenn über eine immer schnellere und anspruchsvollere Welt gesprochen wird. Stress und Überlastung sind in diesen Tagen keine Seltenheit. Wenn dieser belastende Druck über einen längeren Zeitraum anhält und keine ausreichenden Erholungsphasen folgen, kann dies zu einem Zustand des totalen Ausgebranntseins führen – dem Burnout. Doch was genau steckt hinter dem Begriff, welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Betroffene und wie kann man sich davor schützen?

Ein Burnout beschreibt einen Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung, der durch langanhaltenden Stress, Überforderung und oft auch mangelnde Anerkennung des sozialen Umfelds ausgelöst wird. Ursprünglich wurde das Phänomen vor allem bei helfenden Berufen beobachtet. Heute betrifft es jedoch Menschen in nahezu allen Lebensbereichen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt Burnout als ein arbeitsbezogenes Syndrom, dass sich durch drei Hauptmerkmale ausdrückt.

  • Emotionale Erschöpfung: Das Gefühl der ständigen Überforderung und das Fehlen von Energie. Auch durch ausreichend Schlaf bessert sich das Gefühl nicht.
  • Entfremdung: Eine zunehmend negative oder distanzierte Einstellung gegenüber der Arbeit oder anderen Menschen.
  • Verringerte Leistungsfähigkeit: Schwierigkeiten, Aufgaben zu bewältigen und Ziele zu erreichen. Die Konzentration ist vergleichbar schlechter als zuvor.

Ein Burnout entsteht häufig durch ein Zusammenspiel von gleich mehreren Faktoren. Im Arbeitsumfeld sind vor allem eine dauerhafte Überlastung und Zeitdruck zu nennen, ebenso wie eine hohe Verantwortung ohne genügend Unterstützung durch andere. Auch fehlende Anerkennung oder Wertschätzung können zu einem Burnout führen. Zuletzt können auch Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten eine große Belastung darstellen.

Innerlich können Perfektionismus und hohe Ansprüche an sich selbst die Grundlage für hohen Stress sein. Auch Schwierigkeiten einfach mal „Nein“ zu sagen und eine mangelnde Selbstfürsorge können einen Burnout begünstigen. So werden unter anderem bewusst Pausen vermieden, um noch mehr leisten zu können. Ein anderer Grund kann die ständige Erreichbarkeit sein, die durch digitale Technologien heute möglich sind.

Die Symptome eines Burnouts sind vielfältig und können sich auf verschiedenen Ebenen zeigen. Körperlich äußert sich das Syndrom häufig durch chronische Müdigkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Es können aber auch Rücken- oder unspezifische Muskelschmerzen auftreten. Besteht der Zustand bereits länger, kann auch eine Infektanfälligkeit auf einen Burnout zurückgeführt werden.

Auf der emotionalen Ebene zeigt sich möglicherweise eine erhöhte Reizbarkeit und zuvor nicht aufgetretene Stimmungsschwankungen. Auch ein überwältigendes Gefühl von Hilflosigkeit, Zynismus oder Hoffnungslosigkeit kann auftreten. Zu den Symptomen können ebenfalls Depressionen und Angstzustände gehören. Als letztes äußert sich der Burnout auch auf die kognitiven Fähigkeiten. Es treten Konzentrationsprobleme auf, die Entscheidungsunfähigkeit kann eingeschränkt sein und das Selbstwertgefühl sinkt.

Die Bewältigung eines Burnouts erfordert meist einen ganzheitlichen Ansatz und besteht aus einer Kombination aus professioneller Hilfe durch Ärzte, Psychologen und Psychiatern, bewussten Einbau von Erholungsphasen in die Tagesstruktur, Stressreduktion und dem Verständnis für das Setzen von Prioritäten im Leben. Die Rückkehr zu einer gesunden Lebensweise durch eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und der Pflege von sozialen Kontakten gehören ebenfalls zur Behandlung dazu.

Um einen Burnout zu vermeiden, ist es wichtig, frühzeitig Warnsignale zu erkennen und gezielt diesen gegenzusteuern. Dazu gehört unter anderem Grenzen zu setzen, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, die Situation und Belastung regelmäßig zu reflektieren und Stressoren rechtzeitig zu erkennen. Besteht der Verdacht auf einen Burnout ist die Suche nach Unterstützung zudem essenziell, um früh mit einer geeigneten Behandlung beginnen zu können. Chronifiziert sich ein Burnout erst einmal ist es schwierig zur alten Leistungsfähigkeit zurückzukehren.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular des Gesundheitsportals.

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