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Diabetes mellitus: Typ 1 & Typ 2

Eine Diagnose mit Diabetes erfordert eine umfassende Anpassung im Alltag (Bild von Freepik).

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet ist. Es gibt verschiedene Formen von Diabetes, wobei Typ 1 und Typ 2 am häufigsten auftreten. Während Typ-1-Diabetes meist im Kindes- oder Jugendalter auftritt und auf einen absoluten Insulinmangel zurückzuführen ist, entwickelt sich Typ-2-Diabetes häufig im Erwachsenenalter und ist vor allem mit Insulinresistenz verbunden. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über beide Typen, deren Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. Das führt zu einem absoluten Insulinmangel, da der Körper nicht mehr in der Lage ist, Insulin zu produzieren. Die genaue Ursache für Typ-1-Diabetes ist bisher noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen könnten. Es kommen jedoch auch Umweltfaktoren wie Virusinfektionen als Auslöser infrage.

Die typischen Symptome treten überwiegend plötzlich auf und umfassen häufiges Wasserlassen, sehr starken Durst, ein ungewollter Gewichtsverlust, verschwommenes Sehen, Müdigkeit und allgemeine Schwäche. Typ-1-Diabetes erfordert eine lebenslange Insulintherapie. Dabei wird Insulin entweder durch Injektionen oder einer Insulinpumpe verabreicht. Zusätzlich ist eine kontinuierliche Blutzuckerkontrolle sowie eine angepasste Ernährung und Bewegung wichtig.

Typ-2-Diabetes ist die häufigste Form von Diabetes mellitus und entwickelt sich in der Regel schleichend. Sie ist gekennzeichnet durch Insulinresistenz, bei der die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin ansprechen. Später kann auch eine verminderte Insulinproduktion hinzukommen. Typ-2-Diabetes wird durch eine Kombination aus genetischen Faktoren und ungesunden Lebensgewohnheiten verursacht. Zu den Risikofaktoren gehören zum Beispiel Übergewicht, Fettleibigkeit, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und eine familiäre Vorbelastung mit Diabetes.

Die Symptome von Typ-2-Diabetes entwickeln sich entgegen des Typ-1 meist langsam und können lange Zeit unbemerkt bleiben. Typische Symptome sind häufiges Wasserlassen, ein erhöhtes Durstgefühl, Müdigkeit, eine gestörte Wundheilung und Infektanfälligkeit. Die Behandlung von Typ-2-Diabetes zielt zunächst auf Lebensstiländerungen wie Gewichtsreduktion, gesunder Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität ab. Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, können Medikamente erforderlich werden.

Neben den Unterschieden erfordern beide Typen jedoch eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle und individuell angepasste Therapiemaßnahmen. Typ-1-Diabetes lässt sich bislang nicht vorbeugen. Hingegen können bei Typ-2-Diabetes vorbeugende Maßnahmen wie eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Gewichtskontrolle das Risiko erheblich senken. Mit der richtigen Behandlung und Lebensweise können Menschen mit beiden Diabetes-Typen zudem ein weitgehend normales Leben führen.

Diabetes mellitus ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die unbehandelt zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann. Frühzeitige Diagnose und eine individuell abgestimmte Therapie sind entscheidend, um langfristige Schäden zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten. Insbesondere Typ-2-Diabetes lässt sich durch Präventionsmaßnahmen positiv beeinflussen.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular des Gesundheitsportals.

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