Das die kühle Jahreszeit eine ganze Reihe an Herausforderungen für die Gesundheit mit sich bringt, war bereits oft Thema der Beiträge im Oktober. Im Herbst und Winter ist der Körper vor allem durch feuchte, kalte Luft und eine erhöhte Ansteckungsgefahr auf ein starkes Immunsystem angewiesen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Hygiene.
In den kalten Monaten steigt für gewöhnlich das Risiko, sich mit Erkältungs- und Grippeviren anzustecken. Diese können auf Oberflächen bis zu 24 Stunden verbleiben und durch Berührung des Gesichts in den Körper gelangen. In Kombination mit der kalten Luft, die für das Austrocknen der Schleimhäute verantwortlich ist und wenig Luftzirkulation in geschlossenen Räumen, kann es Krankheitserregern dadurch sehr einfach gemacht werden sich zu verbreiten.
Zum Glück kann durch ein paar gezielte Hygienemaßnahmen die körpereigene Abwehr unterstützt und Ansteckungen vorgebeugt werden. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist das Händewaschen. Da die Hände regelmäßig mit Oberflächen in Kontakt kommen, die möglicherweise mit Krankheitserregern kontaminiert sein könnten, sind sie bei der Hygiene besonders zu beachten. Sie sollten mindestens für 20 Sekunden mit Seife gewaschen werden.
Gründliches Händewaschen bedeutet auch, die Handrücken, Fingerzwischenräume und Fingernägel zu reinigen. Anschließend sollten die Hände gut abgetrocknet werden. Am besten wäscht man die Hände vor und nach jedem Essen, nach dem Nachhausekommen und nach einem Toilettengang. Zusätzlich kann ein Desinfektionsmittel zum Einsatzkommen, um Viren und Bakterien keine Chance zu bieten. Eine kleine Flasche Desinfektionsmittel kann auch für unterwegs hilfreich sein, wenn es keine Möglichkeit zum Händewaschen gibt.
Beim Husten und Niesen ist vor allem eine Tröpfcheninfektion als Übertragungsweg vieler Krankheitserreger möglich. Diese kann verhindert werden, indem zum Beispiel in die Armbeuge genießt und gehustet wird – so gelangen die Viren und Bakterien nicht auf die Hände. Alternativ können auch Einweg-Taschentücher verwendet werden, die jedoch nach Benutzung sofort entsorgt werden sollten. Nach dem Niesen oder Husten ist es ratsam gründlich die Hände zu waschen.
In Innenräumen sollten Oberflächen und Gegenstände häufiger desinfiziert werden, um Krankheitserreger zu reduzieren. Insbesondere Türklinken, Lichtschalter und Fernbedienungen, die täglich berührt werden, sollten mit einem Desinfektionstuch regelmäßig abgewischt werden. Aber auch Handys, Tablets, Arbeitsflächen und Küchenbereiche sollten in den kühlen Monaten häufiger gereinigt werden.
Frische Luft in geschlossenen Räumen ist ein ebenso wirksamer Hygienetipp. Nicht nur die trockene Heizungsluft belastet die Atemwege – in Innenräumen sammeln sich so schnell Krankheitserreger an, die zu einer Ansteckung führen können. Regelmäßige Lüften kann helfen, die Viren und Bakterien zu entfernen und die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Regelmäßiges Stoßlüften für 5 bis 10 Minuten mit weit geöffnetem Fenster ist effektiver, als die Fenster dauerhaft auf Kippstellung zu lassen.
Kleidung sollte in den kühlen Monaten warm und atmungsaktiv sein, um die Körpertemperatur zu halten und zu starkes Schwitzen zu vermeiden. Nasse Kleidung, vornehmlich Socken, Schuhe oder Handschuhe, sollten zügig gewechselt werden, um ein Auskühlen der Extremitäten zu verhindern. Schals und Tücher, die regelmäßig mit dem Gesicht in Berührung kommen, sollten zudem regelmäßig gewaschen werden. In diesen Textilien können sich Krankheitserreger ansammeln.
So lassen sich mit einigen gezielten Hygienemaßnahmen im Herbst und Winter viel dafür tun, gesund zu bleiben und das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Vor allem regelmäßiges Händewaschen, das Beachten der Husten- und Niesetikette, Lüften und gesunde Gewohnheiten sind wirkungsvolle Maßnahmen, um die kalte Jahreszeit ohne lästige Erkältung oder Grippe zu überstehen.
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