Die Fettleber, auch als Steatose hepatis bezeichnet, ist eine häufige Lebererkrankung. Hierbei sammelt sich überschüssiges Fett in den Leberzellen an. Die Ansammlung kann verschiedene Ursachen haben und wird häufig mit ungesunden Lebensgewohnheiten wie schlechter Ernährung und Bewegungsmangel in Verbindung gebracht. Eine spezielle Form der Fettleber, die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung – kurz NAFLD – tritt unabhängig von übermäßigem Alkoholkonsum auf. Sie betrifft weltweit Millionen von Menschen.
Die Fettleber entsteht, wenn der Körper mehr Fett produziert oder aufnimmt, als er verarbeiten beziehungsweise abbauen kann. Bei der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung sind die Hauptursachen Übergewicht, ungesunde Ernährung und Insulinresistenz. Genetische Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen. Andere Risikofaktoren umfassen Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte. Während Alkoholmissbrauch eine häufige Ursache für die Entwicklung einer alkoholischen Fettleber ist, tritt NAFLD speziell bei Menschen auf, die wenig oder gar keinen Alkohol konsumieren.
Die Fettleber und NAFLD sind oft ohne erkennbare Symptome, insbesondere im frühen Stadium. Häufig wird die Erkrankung zufällig bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Wenn Symptome auftreten, können sie sich durch Müdigkeit, Unwohlsein oder Druckgefühl im rechten Oberbauch oder ein allgemeines Unwohlsein bemerkbar machen. In fortgeschrittenen Fällen, bei denen sich die Erkrankung zu einer nicht-alkoholischen Steatohepatitis (NASH) entwickelt, können Entzündungen und schließlich Leberschäden auftreten. Dies erhöht das Risiko für Leberfibrose, Zirrhose und letztlich ein Leberversagen.
Die Diagnose einer Fettleber oder NAFLD erfolgt meist durch Bluttests, Bildgebungsverfahren oder eine Leberbiopsie. Durch eine Blutuntersuchung können die Leberenzymwerte überprüft werden, die auf mögliche Leberschäden hinweisen können. Im Ultraschall können Fettablagerungen in der Leber sichtbar werden. Für eine detailliertere Untersuchung können zudem ein MRT oder ein CT infrage kommen. In schwerwiegenden Fällen kann eine Leberbiopsie durchgeführt werden, um Entzündungen und Gewebeschäden zu bestätigen.
Zurzeit gibt es keine spezifischen Medikamente zur Behandlung von NAFLD. Die Therapie konzentriert sich hauptsächlich auf Lebensstiländerungen wie Gewichtsabnahme, die Etablierung einer gesunden Ernährung, regelmäßiger Vermeidung und der Vermeidung von Alkohol. Medikamentöse Therapien werden derzeit erforscht, aber es gibt noch keine allgemein zugelassenen Medikamente zur gezielten Behandlung der NAFLD.
Die beste Methode zur Prävention von NAFLD ist ein gesunder Lebensstil. Neben einer ausgewogenen, fettarmen Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität und Gewichtskontrolle sollten ärztliche Untersuchungen bei bestehenden Risikofaktoren im gleichmäßigen Abstand durchgeführt werden.
Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die mit der weltweiten Zunahme von Übergewicht und Typ-2-Diabetes immer häufiger auftritt. Obwohl die Erkrankung oft keine Symptome verursacht, kann sie unbehandelt zu schweren Leberschäden führen. Prävention und frühzeitige Behandlung durch Lebensstiländerungen sind von entscheidender Bedeutung, um langfristige Schäden zu vermeiden. Weitere Forschung ist notwendig, um bessere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
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