Smartphones, Tablets und Computer. Der ständige Zugang zu Informationen, sozialen Medien und Benachrichtigungen sind heute für viele Menschen Alltag. Diese ständige Informationsflut und Erreichbarkeit kann jedoch nicht nur stressig, sondern auch belastend für die seelische und körperliche Gesundheit sein. Ein bewusster Digital Detox kann dabei unterstützen, wieder mehr Ausgeglichenheit und allgemeines Wohlbefinden zu erlangen.
Ein Digital Detox bezeichnet erst einmal eine bewusste, zeitlich begrenzte Pause von digitalen Geräten und Medien. Dabei geht es nicht um den vollständigen Verzicht auf Technologie, sondern vielmehr um die Reduzierung des digitalen Konsums, um mehr Achtsamkeit und Entspannung in den Alltag zu integrieren. Das kann von einigen wenigen Stunden pro Tag bis zu mehreren Wochen reichen, abhängig von den individuellen Bedürfnissen und der Stressbelastung.
Übermäßige Nutzung digitaler Medien wird mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht. Dazu gehören vor allem schlechterer Schlaf durch das blaue Licht der Bildschirme. Dieses kann die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmen, was zu Schlafstörungen führen kann. Die ständige Erreichbarkeit und die Flut von Informationen können zudem das Stressniveau deutlich erhöhen.
Ein anderes Problem ist die Konzentrationsfähigkeit. Durch das Multitasking und der permanente Wechsel zwischen Apps und Nachrichten kann die Fähigkeit beeinträchtigt werden, sich länger auf eine Aufgabe gezielt konzentrieren zu können. Trotz vermehrter digitaler Kommunikation kann ein übermäßiger Medienkonsum auch zu einer Entfremdung im realen Leben führen. Soziale Kontakte können zu meist nicht im vollen Umfang durch die digitalen Möglichkeiten ersetzt werden. Zuletzt können auch längeres Sitzen und starres Sehen auf den Bildschirm zu Verspannungen, Kopfschmerzen und Augenbelastungen führen.
Die Vorteile eine bewussten Digital Detox liegen damit in einer besseren Schlafqualität, mehr Achtsamkeit, eine bewusste Wahrnehmung des eigenen Umfelds, eine Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen, gesteigerte Produktivität durch verringerte Ablenkung und mehr physischer Aktivität. Die mentale Gesundheit profitiert ebenfalls von dem Verzicht. Der Stress durch die übermäßige Informationsaufnahme wird reduziert.
Wie aber kein Verzicht gut funktionieren? Der Griff zum Smartphone ist schneller getan als man denkt und häufig ein fester Bestandteil des Lebens. Zuerst hilft es, bewusst Zeiträume festzulegen, in denen digitale Geräte nicht genutzt werden. Ein erster Schritt kann bereits sein, Benachrichtigungen auf dem Handy zu deaktivieren und so die Versuchung auf das Display zu schauen zu mindern.
Auch digitale freie Zonen wie Beispielsweise das Schlafzimmer oder der Esstisch lassen sich einrichten, um dort in Ruhe zu schlafen bzw. zu essen. Die Suche nach alternativen Aktivitäten gehört ebenfalls zum Detox mit dazu. Lesen, Spazierengehen oder ein neues Hobby entdecken – es gibt so viel zu entdecken. Allgemein sollten soziale Medien und Apps auf das Nötigste reduziert werden. An den Wochenenden oder abends kann zudem das Smartphone konsequent ausgeschaltet sein, um bewusst zur Ruhe zu kommen.
Ein Digital Detox muss nicht radikal sein, sondern kann individuell angepasst werden. Schon kleine Veränderungen können helfen, den eigenen Medienkonsum bewusster zu steuern und langfristig eine gesündere Balance zwischen digitaler und realer Welt zu schaffen.
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