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Was ist eine Fruktoseintoleranz

Eine Fruktoseintoleranz erfordert eine Anpassung im Alltag (Bild von Freepik).

Eine Fruktoseintoleranz ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, bei der der Körper Fruktose nicht richtig verarbeiten kann. Die Zuckerart ist in vielen Früchten, Gemüsesorten und Süßungsmitteln enthalten. Die Fruktose wird dabei nicht vollständig vom Dünndarm aufgenommen, was zu Verdauungsbeschwerden führen kann. 

Die Symptome einer Fruktoseintoleranz treten in der Regel nach dem Verzehr fruktosehaltiger Lebensmittel auf und betreffen vor allem den Magendarmtrakt. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Völlegefühl und Krämpfe. Bei einigen Betroffenen kann auch Müdigkeit oder ein allgemeines Unwohlsein auftreten. Die Symptome variieren zusätzlich je nach Menge der aufgenommenen Fruktose und der individuellen Toleranzgrenze.

Die Diagnose einer Fruktoseintoleranz erfolgt üblicherweise durch einen Wasserstoff-Atemtest (H2-Atemtest). Dabei wird der Wasserstoffgehalt in der Atemluft gemessen, nachdem der Patient eine Fruktoselösung zu sich genommen hat. Erhöhte Wasserstoffwerte weisen auf eine mangelhafte Fruktoseaufnahme im Dünndarm hin.

Ein weiterer Ansatz zur Diagnose ist ein Eliminations- und Provokationstest. Dabei wird zunächst für einige Wochen auf fruktosehaltige Lebensmittel verzichtet, um dann gezielt kleine Mengen wieder einzuführen und die Reaktionen des Körpers zu beobachten. Abschließend können Bluttests oder eine Dünndarmbiopsie durchgeführt werden, um genetische Ursachen auszuschließen oder andere Erkrankungen zu identifizieren.

Da es sich bei der Fruktoseintoleranz um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit handelt, besteht die Hauptbehandlung darin, den Konsum von fruktosehaltigen Lebensmitteln zu reduzieren oder gänzlich zu vermeiden. Die Behandlung erfolgt meistens in drei Phasen:

KarenzphaseIn dieser Phase wird Fruktose möglichst komplett vermieden, um den Verdauungstrakt zu entlasten und die Symptome zu lindern.
TestphaseNach der Karenzzeit wird schrittweise wieder Fruktose in die Ernährung integriert, um die individuelle Toleranzschwelle zu ermitteln.
Dauerhafte AnpassungDie Ernährung wird langfristig so angepasst, dass die aufgenommene Fruktosemenge unterhalb der persönlichen Toleranzgrenze bleibt.

In manchen Fällen können Enzympräparate hilfreich sein, um die Fruktoseaufnahme zu verbessern. Diese sind jedoch nicht für jeden Betroffenen wirksam und sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Der Alltag mit Fruktoseintoleranz kann durch eine angepasste Ernährung gut bewältigt werden. Betroffene sollten sich über fruktosearme Lebensmittel informieren und ihre Ernährungsgewohnheiten entsprechend anpassen. Dazu gehört auch das Lesen von Zutatenlisten, da Fruktose häufig als Bestandteil von Zuckerersatzstoffen oder Fertigprodukten vorkommt.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular des Gesundheitsportals.

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