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Wie Hormone das Gleichgewicht beeinflussen

Das hormonelle Gleichgewicht ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden (Bild von kjpargeter auf Freepik).

Hormone sind biochemische Botenstoffe, die zahlreiche Funktionen im Körper steuern. Sie beeinflussen dabei nicht nur das Wachstum und den Stoffwechsel, sondern auch das emotionale Wohlbefinden und die allgemeine Gesundheit. Ein hormonelles Gleichgewicht ist deswegen entscheidend, um Körper und Geist in einem gesunden Einklang zu halten. Doch was passiert eigentlich, wenn das hormonelle Gleichgewicht gestört ist?

Hormone werden in verschiedenen Drüsen des Körpers produziert, darunter bekannte Vertreter wie die Schilddrüsen, die Nebennieren, die Bauchspeicheldrüsen und die Geschlechtsdrüsen. Alle Botenstoffe erfüllen besondere Aufgaben. Das Hormon Insulin reguliert zum Beispiel den Blutzuckerspiegel und den Energiestoffwechsel. Die sogenannten Schilddrüsenhormone (T3, T4) steuern dagegen den Stoffwechsel und beeinflussen die Energieproduktion.

Das Stresshormon Cortisol erfüllt hingegen die Aufgabe, den Körper in besonderen Stresssituationen zu unterstützen. Melatonin reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus. Verantwortlich für die Fortpflanzung, den Muskelaufbau und das emotionale Wohlbefinden sind dagegen die Hormone Östrogen und Testosteron. Wenn all diese Botenstoffe in einem gesunden Gleichgewicht sind funktioniert der menschliche Körper – man fühlt sich gut.

Wie aber entsteht ein hormonelles Ungleichgewicht überhaupt? Das kann sich durch vielerlei Gründen entwickeln. Chronischer Stress führt zum Beispiel zu einer Erhöhung des Hormons Cortisol, was wiederum Schlafstörungen, Gewichtszunahme und starke Erschöpfung hervorrufen kann. Eine ungesunde Ernährung beeinflusst dagegen häufig den Insulinspiegel. Stark verarbeitete Lebensmittel, zu viel Zucker und Alkohol sind eine Herausforderung für den Körper.

Auch mangelnde Bewegung kann die Produktion von Insulin und anderen wichtigen Hormonen negativ beeinträchtigen. Schlafmangel oder schlechter Schlaf bringen ebenfalls den Hormonhaushalt durcheinander, insbesondere die Botenstoffe Melatonin und Cortisol. Ein Ungleichgewicht kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Dazu zählen Müdigkeit, Gewichtsschwankungen, Stimmungsschwankungen, Verdauungsprobleme und Hautprobleme. Langfristig kann das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme und hormonbedingte Krebsarten steigen.

Es gibt jedoch Möglichkeiten, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse, gesunden Fetten (z. B. Omega-3-Fettsäuren) und ausreichend Eiweiß kann den Hormonhaushalt positiv beeinflussen. Vermieden sollten hingegen Zucker, Alkohol und stark verarbeitete Lebensmittel. Regelmäßige körperliche Aktivität hilft zusätzlich, den Insulinspiegel zu regulieren und angestaute Stresshormone abzubauen.

Zur Senkung des Cortisolspiegels gehört im Allgemeinen ein gutes Stressmanagement. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und einmal durchzuatmen. Eine gute Schlafhygiene und ausreichend Schlaf sind ebenso wichtig für ein gesundes Hormongleichgewicht.

Treten die Symptome über einen längeren Zeitraum auf sollte jedoch der Hausarzt zur Rate gezogen werden. Verschiedene Erkrankungen haben einen Einfluss auf die Botenstoffe, wie Über- oder Unterfunktionen der Schilddrüsen oder Diabetes. Diese lassen sich nicht alleine durch die genannten Maßnahmen wiederherstellen, sondern benötigen zusätzliche Unterstützung in Form von einer zielgerichteten Behandlung.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular des Gesundheitsportals.

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